Donnerstag, 15. Februar 2018

Rezension - Morgenland. Die Geschichte einer Lieber auf der Flucht

„Morgenland – Die Geschichte einer Lieber auf der Flucht“ von Luise Rist
ISBN: 978-3-641197193 / Verlag: cbt / Seitenanzahl: 288 / Altersempfehlung: ab 14

Ein aktuelles Thema, dass es Jugendlichen vielleicht näher bringt.

Frida will ihren Liebeskummer vergessen und Flüchtlingen helfen, allerdings kommt alles anders als
erwartet!

Frida ist jung und verspürt gerade großen Liebeskummer, da ihr Freund sich von ihr getrennt hat. Um sich abzulenken und anderen helfen zu können entscheidet sie sich nach Serbien zu reisen um dort eine Organisation zu unterstützen und Flüchtlingen zu helfen.

Sie weiß, wie schlimm eine Flucht oder eine Abschiebung sein kann, da sie bereits eine Abschiebung bei ihrer Freundin miterleben musste. Somit reist Frida ganz allein nach Serbien und dann kommt alles anders als gedacht. Nachdem ihre Ankunft komplett anders verläuft als erwartet sucht sie sich ein Hotel um dort erst einmal Unterschlupf zu finden. Am nächsten Tag versucht sie Flüchtlingen am Bahnhof zu helfen und trifft dort auf Ali.

Ali stammt aus Afghanistan und ist bereits lange auf der Flucht. Frida fühlt sich direkt zu ihm hingezogen und möchte ihn besser kennen lernen. Als Ali jedoch weiter ziehen möchte um illegal nach Ungarn zu gelangen beschließt sie ihn zu begleiten und somit beginnt ein Abenteuer für Frida, mit dem sie nicht gerechnet hat und sie an ihre Grenzen bringen wird.

Auf ihrer Reise lernt Frida viele interessante und auch furchteinflößende Menschen kennen und erlebt hautnah, wie es sich anfühlt, auf der Flucht zu sein.

Ich habe dieses Buch vom Bloggerportal zur Verfügung gestellt bekommen und war sehr gespannt darauf. Da das Thema Flüchtlinge zur Zeit überall zu finden ist, fand ich es interessant ein Jugendbuch über dieses Thema zu lesen.

Am Anfang fiel es mir jedoch etwas schwer in dieses Buch hinein zu finden und nach und nach waren mir Frida´s Entscheidungen und Vorgehensweisen nicht immer ganz klar. Sie ist mit Ali auf der Flucht und ihr geht es wirklich schlecht und angeblich haben sie keinen Ausweg, doch eigentlich ist Frida deutsch, auch ohne Pass, müsste dies ihr anzusehen sein und sie hätte jederzeit ihre Mutter anrufen können.

Dies fand ich allerdings eh etwas seltsam, welche Mutter lässt ihre junge Tochter alleine nach Serbien reisen und wundert sich nicht, dass diese sich nicht meldet? Auch Frida´s beste Freundin scheint dies nicht zu verwundern und es handelt sich hier um einige Tage. Als Frida dann zu Hause ist nimmt ihre Mutter ihre Geschichte ganz locker auf....

Zudem ist die „Liebesgeschichte“ zwischen Ali und Frida sehr zurück haltend und das durchgehend. Am Anfang kann ich dies verstehen, doch zum Ende hin hätte ich etwas anderes erwartet und nachdem Ali sich etwas seltsam verhalten hat ist plötzlich alles wieder gut?

Mein Fazit zu diesem Buch ist ziemlich zweigeteilt. Ich glaube die Autorin hat wirklich lange recherchiert, wie sich die Menschen auf der Flucht fühlen müssen und wie dies so vor sich geht und diese Passagen fand ich sehr interessant und beängstigend. Die Liebesgeschichte hat mir allerdings weniger gefallen und irgendwie konnte der Funke nicht überspringen.

Vielleicht lag dies aber auch etwas an Frida selbst.

Generell denke ich, dass das Buch einigen Jugendlichen helfen könnte das Thema Flüchtlinge mehr zu verstehen.

Mein Fazit: 3 von 5 möglichen 💜💜💜

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen