Samstag, 25. November 2023

Rezension - Maya u. Domenico Bd. 10

 „Maya und Domenico - Träume mit Hindernissen“ von Susanne Wittpennig
ISBN: 978-3-03848-265-9 / Verlag: Fontis / Seitenanzahl: 400 / Altersempfehlung: ab 17


Wenn das Erwachsenenleben anders verläuft als erwartet… 


Im 10. Band der Maya und Domenico Reihe erfahren wir nun, wie das Leben von Maya und Niki sich entwickelt hat. Nach einer Hochzeit und einem abgeschlossenen Studium von Maya leben sie nun mit ihrer kleinen Familie auf Sizilien. Maya arbeitet aktuell noch in einem Krankenhaus und Niki betreibt das Fischerboot der Familie sowie diverse andere Jobs. 



Als Maya jedoch das zweite Kind bekommt wird alles etwas anders. Niki arbeitet viel, um die Familie zu ernähren und Maya dümpelt irgendwie dazwischen. Wie in jeder Beziehung läuft nicht alles glatt. Zudem spielen Domenicos Familie in Form seiner schwierigen Mutter und seiner Schwester nach wie vor eine große Rolle und Domenico möchte wie immer überall helfen. 


Das er sich wieder in Schwierigkeiten bringen könnte sieht er nicht, doch diesmal ist nicht nur Maya betroffen, sondern auch ihre zwei Kinder. 


Fast 10 Jahre nach dem ersten Band ist dieses Jahr Band 10 erschienen und ich war wirklich sehr gespannt auf dieses Buch. Es ist jetzt schon ein paar Tage her, dass ich das Buch gelesen habe und bin irgendwie immer noch etwas Hin- und Hergerissen. 


Der Schreibstil von Susanne Wittpennig ist nach wie vor sehr gut und man fand direkt in die Geschichte rein, zudem war es ein klein wenig wie alte Freunde treffen. Durch den Epilog bei der Sonderausgabe der ersten Teile konnte man schon einen Blick auf die Zukunft von Maya und Domenico erhaschen und nun erfahren wir mehr. 


Natürlich kann nicht alles „Friede, Freude, Eierkuchen!“ sein, aber irgendwie ging es in eine andere Richtung als gedacht. Domenico hat sich nicht wirklich geändert und möchte überall helfen, allerdings sieht er nicht, was sich in seiner Familie abspielt. 


Maya ist zwar eine stärkere Frau als damals, aber irgendwie fehlt mir auch hier ein wenig die Weiterentwicklung. 


Zum Ende muss ich sagen war ich einerseits überrascht, andererseits wurde es mir etwas zu wild. 


Ich denke es wird noch weitere Teile geben und ich bin gespannt, wie die Autorin die Situation auflösen wird. 


Sollte es noch ein Buch geben, werde ich es mir definitiv holen und lesen, aber aktuell gefallen mir Band 1-9 besser. 


Mein Fazit: 2,5 von 5 möglichen 💜💜💔

Sonntag, 19. November 2023

Rezension - Ever & After Bd. 1

 „Ever & After - Der schlafende Prinz“ von Stella Tack
ISBN: 978-3-473-58613-4 / Verlag: Ravensburger / Seitenanzahl: 576 / Altersempfehlung: ab 14


Wenn deine Familie von Märchenfiguren abstammt… 


Rain könnte ein schönes, normales Leben haben, würde sie nicht von einer der größten Märchenfiguren abstammen. Ihre Vorfahrin ist nicht nur Schneewittchen, sondern wie jede Nachfahrin von Märchenfiguren muss sie an ihrem 18. Geburtstag versuchen den schlafenden Prinzen wach zu küssen. 


Am liebsten würde Rain flüchten, denn eigentlich lag alle Hoffnung auf ihrer Schwester und sie möchte alles, nur nicht einen Prinzen küssen müssen. Die Medien bauschen dieses Thema auf und obwohl Rain versucht es zu verhindern findet sie sich an ihrem 18. Geburtstag in dieser unheimlichen Gruft wieder und soll tatsächlich einen Schädel küssen… 



Was danach geschieht hätte niemand erwartet, denn ihr Kuss löst etwas aus. Einen uralten Fluch, der nicht nur die Märchenfamilien zu altem Ruhm verhelfen soll, sondern plötzlich herrscht das reinste Chaos. 


Wölfe, Bösewichte, Tod, Gewalt und viele Fragezeichen. 


Plötzlich findet sich Rain in einem Kampf wieder, in dem sie Prüfungen bestehen muss, dabei war doch für sie alles nur immer eine alte Geschichte. 


Wie kann sie nur alles wieder rückgängig machen und was steckt wirklich hinter diesem nicht mehr schlafendem Prinzen? 


Da ich Märchenadaptionen liebe habe ich mich sehr auf das Buch von Stella Tack gefreut. Ich liebe ihren Schreibstil und finde ihren Humor zwischen den Zeilen einfach herrlich. 


Zudem ist die von ihr erschaffene Welt einfach unglaublich interessant. Die Nachfahren von Märchenfiguren leben ganz normal in unserer Welt und sind so etwas wie die heutigen Royals. Ich finde, man kann sich sehr gut in diese Welt hineinversetzen und es ist einfach so spannend. 


Man teilt die Gefühle mit Rain und hofft mit ihr, allerdings scheint ihr bisheriges Leben nicht mehr möglich zu sein. 


Bis zur letzten Seite war das Buch wirklich spannend und ich kann es kaum erwarten, bis Band 2 erscheint. Leider dauert dies nur noch ziemlich lange. 


Dennoch empfehle ich euch nicht zu warten, sondern direkt Band 1 zu lesen! 


Mein Fazit: 5 von 5 möglichen 💜💜💜💜💜


Dienstag, 31. Oktober 2023

Rezension - Ravenhall Academy

 Ravenhall Academy - „Verborgene Magie“ und „Erwachte Magie“  von Julia Kuhn

ISBN: 978-3-551-30467-4 / Verlag: Carlsen / Seitenanzahl: 416 / Altersempfehlung: ab 14

ISBN: 978-3-551-30468-1 / Verlag: Carlsen / Seitenanzahl: 400 / Altersempfehlung: ab 14



Wenn dein Leben eine völlig neue Wendung nimmt…. 


Lilly Campbell ist ein ganz normales, junges Mädchen, welches schon einiges im Leben erlebt hat.  Ihr bisheriges Leben ändert sich allerdings schlagartig, als sie Ihre Großmutter in deren Heimat besucht. Eigentlich sollte es nur ein Urlaub sein, doch dann erfährt Lilly, dass sie eine Hexe sein soll. 



Plötzlich ergibt so manches Sinn und Lilly findet sich an der Ravenhall Academy wieder. Alle Schüler dort haben magische Fähigkeiten und sind mit dem Wissen über die Existenz der Magie aufgewachsen… 


Lilly hat vieles nachzuholen, zudem soll sie auch noch besonders mächtig sein. Zum Glück findet sie schnell Unterstützung in ihrer Zimmernachbarin und ihrer Granny. Zudem gibt es an dieser Schule diesen Jason, allerdings scheint dies komplizierter zu werden, als erwartet. 


Irgendwann fühlt sich Lilly endlich zu Hause an der Ravenhall, doch als ihre Magie endgültig erwacht ist wieder Platz für Chaos in Lillys Leben und sie muss erstmal die Schule verlassen. 


Es gibt Geheimnisse, Verrat, große Gefühle und viel magisches. 


Ich habe die gemeinsame Reise mit Lilly in die Welt der Magie sehr genossen und bin nun etwas traurig, dass die Reise vorbei ist. Wobei es nächstes Jahr noch ein Buch der Autorin geben wird, in der es hoffentlich ein Wiedersehen mit Lilly & Co. geben wird. 


Die erschaffene Welt von Julia Kuhn hat mich direkt gepackt, denn sie ist mitten in unserer Welt integriert und wir Menschen ahnen einfach nichts davon. Von Anfang an fand ich die Verbindung mit tierischen Gefährten, die einen ein Leben lang begleiten einfach großartig und schön. 


Da ich ebenfalls die Halloweenzeit liebe, war Band 2 natürlich die perfekte Lektüre für mich. Ein magisches Dorf, in dem es immer herbstlich dekoriert ist und Halloween eine besondere Rolle spielt. Wie gerne würde ich dieses Dorf besuchen! 


Es gibt nur einen kleinen Minuspunkt bei mir…. 

Wie bei jeder guten Geschichte steuern wir auf den Höhepunkt der Geschichte zu, wird das Böse besiegt werden können? 


Irgendwie fehlte da etwas für mich. Es war spannend und es gab noch einige Überraschungen, aber erwartet oder eher gesagt gerechnet, hatte ich mit etwas vollkommen anderem… 


Aber wer weiß, was in dem neuen Buch von Julia Kuhn nächstes Jahr noch geschieht. 


Ich kann euch diese beiden Bücher aber auf jeden Fall ganz klar empfehlen! 


Gerade jetzt zur Herbstzeit sind es die idealen Bücher, um sich mit Wärmflasche, Decke und Tee auf der Couch zu verkriechen! 


Mein Fazit: 4 von 5 möglichen 💜💜💜💜

Donnerstag, 31. August 2023

Rezension - Sturmjahre Bd. 2

 „Sturmjahre - Das Versprechen einer neuen Zeit“ von Lia Scott
ISBN: 978-3-596-70777-5 / Verlag: Fischer / Seitenanzahl: 512


Wenn der Krieg Vergangenheit ist, aber die Gegenwart und Zukunft nicht los lässt. .. 


Im zweiten Teil der Sturmjahre Reihe von Lia Scott kehren wir in die kleine Ortschaft Foxgirth zurück. Nachdem im ersten Teil Archie Dennon und sein Freund Connor aus dem Krieg zurückgekehrt sind hoffen alle, dass die Familie bald wieder vollständig sein wird. 


Archie hat es geschafft, sich mit dem Verlust seines Armes zu arrangieren und hofft, dass jetzt alles wieder seine geregelten Bahnen geht. Allerdings fehlen noch zwei seiner Brüder und die Vergangenheit des Krieges kann Archie nicht ganz los lassen. 



Auf Grund seiner Erfahrungen im Krieg hält er sich auch von Vika weiterhin fern und das, obwohl er sich schon lange zu ihr hingezogen fühlt. Irgendwann wird es Vika allerdings zu bunt und sie stellt ihn zur Rede. 


Nach einer gemeinsamen Nacht scheint nun endlich alles in die richtigen Bahnen zu laufen, doch dann wird das Chaos noch größer und Vika beschließt mit ihrem Sohn zu gehen… 


In einer Nacht und Nebel Aktion verlässt sie Foxgirth und Archie kommentarlos. Archie´s Reaktion könnte nicht schlimmer ausfallen und es brechen keine schöne Zeiten an, weder für Vika, noch für Archie… 


Können die beiden einander wirklich vergessen? 

Und hat Vika nicht doch etwas von Archie mitgenommen?


Nachdem ersten Band der Sturmjahre Reihe habe ich sehnsüchtig auf den zweiten Teil gewartet. Die Autorin Lia Scott (ein Pseudonym der Autorin Lilian Kaliner) hat wieder eine unglaubliche Familie erschaffen. Zudem merkt man dem Buch ihre genauen Recherchetätigkeiten zum Krieg an und erfährt so einiges, wie es damals abgelaufen ist. 


Der Leser ist dank ihres Schreibstils direkt ab Seite 1 wieder in der Geschichte gefangen und kann das Buch kaum aus der Hand legen, leider muss man ja zwischendurch arbeiten gehen ;-)


Zudem liebe ich Bücher, in denen man weiterhin erfährt, wie es mit den anderen Charakteren weitergeht. Wir erfahren, wie das Leben von Bonnie und Connor weiter geht und es muss noch kein Abschied sein. 


Archie Dennon ist ein wirklich spezieller Charakter und dennoch steckt hinter der sehr harten Schale ein weicher Kern. Seine Entwicklung im Laufe des Buches ist wirklich beeindruckend. Insbesondere die Rückkehr eines seiner Brüder ist in diesem Fall ein Schlüsselpunkt und für mich als Leser sehr interessant gewesen. Von zwei der Dennon Brüder erfahren wir im ersten Teil ja nicht sehr viel und dann taucht einer auf und verändert einiges. 


Die Leseprobe zu dem dritten Band hat mich allerdings schon wieder ganz hibbelig gemacht… 

Jetzt müssen wir nur leider bis Februar nächsten Jahres warten… 


Das wird eine harte Zeit! 


Allerdings kann ich euch trotzdem nur empfehlen Band 1 und 2 jetzt schon zu lesen ;-) 


Mein Fazit: 5 von 5 möglichen 💜💜💜💜💜

Sonntag, 27. August 2023

Rezension - Das Geheimnis der Götter Bd. 1

„Das Geheimnis der Götter - Funke“ von Saskia Louis

ISBN: 978-3-96817-597-3 / Verlag: dp Digital Publishers / Seitenanzahl: 344


Was passiert, wenn du nicht mehr weißt, wer du bist…. 


In der Reihe „Das Geheimnis der Götter“ lernen wir mal eine Welt kennen, in der die Götter keine Mythen sind oder nicht erreichbar sind, sondern die Götter leben mitten unter den Menschen und bestimmen, wie gelebt wird. 


Außerhalb der Stadt, in der die Götter leben, erwacht eine Frau auf einem steinernen Altar. Die junge Liri hat sie gerettet und ist im Gegensatz zu ihrem Bruder sehr stolz darauf. Allerdings sind alle sehr erstaunt, als sich herausstellt, dass sich die junge Frau nicht erinnern kann, wer sie ist. Sie erinnert sich an Fakten und dass sie Levi, den Bruder von Liri kennt oder zumindest weiß wer er ist. Doch wer ist sie selbst? 



Kurzerhand erhält sie den Namen Nym und wird von Levi seiner Schwester und seinem Freund mit in die Stadt genommen. Auf dem Weg dorthin wird jedoch schnell klar, dass Nym niemand gewöhnliches ist. Sie ist eine Ikano des Feuers und kann dieses beherrschen, zudem ist sie sehr gut im kämpfen. 


Levi ist ihr Gegenüber skeptisch, währen die anderen in ihr eine weitere Chance sehen Menschen von den Göttern zu retten. 


Die Stadt, in denen die Götter leben ist in Ringe aufgeteilt. Selbstverständlich leben die Götter im innersten und je weiter es nach außen geht, desto ärmer wird es. 


Zudem entscheiden Götter, was mit Babys passiert… kein Wunder, dass einige fliehen wollen. 


Allerdings ist das Fliehen aus der Stadt verboten und um die Gesetze zu wahren gibt es die Göttliche Garde. Allerdings gibt es auch in dieser unterschiede und Unstimmigkeiten und mitten drin sind wir als Leser und sind gespannt, wie alles miteinander verknüpft ist. 


Denn wird Nym erfahren, wer sie ist bzw. möchte sie dies überhaupt wissen?


Nachdem niemand sie zu vermissen scheint, hat sie angst davor zu erfahren, wer sie ist. Was ist, wenn sie auf der falschen Seite steht und was passiert dann mit ihren neu gefundenen Freunden?


Das Buch ist definitiv komplexer als erwartet und anfangs war es etwas schwierig, mit den verschiedenen Erzählperspektiven zurecht zu kommen… doch mit jeder weiteren Seite gleitet man mehr in diese Welt hinein. 


Irgendwann hat man als Leser vielleicht eine leise Ahnung, wer Nym sein könnte, doch auch Levi scheint Geheimnisse zu haben. Hier habe ich absolut keine Ahnung… 


Zudem ist es interessant, dass wirklich alle irgendwie miteinander verknüpft miteinander zu sein scheinen. Mit jeder Seite kommen wir dem großen Knall weiter und dann ist es vorbei…. 


Den Einstieg in diese Reihe fand ich wirklich gut und das Buch hat den Leser für ein paar Stunden in eine andere Welt entführt. Zudem ist es wirklich interessant, dass die Götter mal greifbar und nicht gut sind. Naja, so scheint es aktuell wenigstens, wer weiß was noch kommt. 


Ich werde definitiv weiter lesen :-) 


Mein Fazit: 3 von 5 möglichen 💜💜💜 

Dienstag, 15. August 2023

Rezension - Schattengold

„Schattengold - Ach, wie gut, dass niemand weiß…“ von Christian Handel

ISBN: 978-3-492-70637-7 / Verlag: Piper / Seitenanzahl: 400


Wenn dir jemand sagt, dass du etwas niemals machen darfst… wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass du dieses Versprechen hältst? 


Farah musste schon in ihrer Kindheit ihren Eltern versprechen niemals etwas von einer Fee anzunehmen, ihnen ihren Namen zu verraten oder einen Handel einzugehen. Eigentlich dachte Farah, dass dies ein leichtes Versprechen ist, immerhin kennen alle die Geschichten vom lichten und dunklen Volk. 


Noch immer verschwinden Menschen in manchen Nächten… 



Als Farah jedoch irgendwann erfährt, dass das Grab ihrer Mutter nahe dem verbotenen Teil der Feen ist kehrt sie immer wieder dorthin zurück. Sie ist sich sicher hier kann ihr nichts passieren, denn ihre Mutter schützt sie. 


Allerdings ist das Leben von Farah, ihrem Bruder und ihrem Vater nicht leicht. Immer höhere steuern und dann ein Trunkenbold von Vater… 


Plötzlich sieht Farah sich gezwungen einen wohlgehüteten Schatz preiszugeben, um sich und ihre Familie zu retten. Ohne zu ahnen, dass genau dieser Mut sie in nur noch mehr Schwierigkeiten bringt. 


Nach einer schwierigen Nacht wird sie plötzlich ins Schloss entführt und muss dort der Königin Rede und Antwort stehen. Um sich und ihre Familie zu retten geht sie einen Handel mit der Königin ein und um diesen zu halten muss sie eines ihrer Versprechen brechen. 


Ein Freund und der Prinz scheinen ihr helfen zu wollen, doch wie wird ihr Leben weitergehen? 


Was kostet der Handel sie und warum erinnert sie sich an immer weniger? 


Farah möchte nur alle retten, die sie liebt, doch was ist mit ihr? 


Seit letztem Jahr bin ich großer Lesefan von Christian Handel und ich liebe neue Märchenvarianten, daher war ich sehr auf dieses Buch gespannt. 


Es ist eine sehr düstere Beschreibung von Rumpelstilzchen und auch wenn es parallelen gibt, ist es doch etwas komplett neues und einzigartiges geworden. 


Christian Handel umwebt die alte Geschichte mit neuem Glanz. 


Es gibt kein Männchen, welches ums Feuer tanzt und fröhlich singt, wie es heißt. Es ist viel tiefgehender und soviel komplexer. 


Anfangs erwartet man noch etwas anderes, aber mit jeder Seite vergisst man eigentlich, dass bekannte Märchen und möchte nur noch wissen, wie es weiter geht. 


Es gibt bereits Bücher von Christian Handel, die Schneeweißchen und Rosenrot behandeln, dort warte ich aktuell auf den dritten Teil. Ich muss aber gestehen, Schattengold hat mich direkt viel mehr gepackt und gefesselt. 


Also, ich kann es euch nur wärmstens empfehlen. 


Mein Fazit: 5 von 5 möglichen 💜💜💜💜💜

Mittwoch, 9. August 2023

Rezension - Spiegelstadt

„Spiegelstadt - Tränen aus Gold und Silber“ von Christian Handel u. Andreas Suchanek

ISBN: 978-3-426-52943-0 / Verlag: Knaur / Seitenanzahl: 352


Ein Clubbesuch, eine Party im Stil der 1920er Jahre, was kann da schon schlimmes passieren?


In dem Buch „Spiegelstadt“ lernen wir Max zu einem traurigen Zeitpunkt kennen. Er muss einerseits Abschied nehmen und andererseits irgendwie weiter machen, aber insbesondere ist er erst einmal damit beschäftigt sich mit nicht gesundem Zeug auf der Couch zu verkriechen. 



Als seine Freundin Robin ihn überredet mal auszugehen landet er auf einer 1920er Party und ist eigentlich ziemlich überrascht über den Ort. Im Club trifft er auf den gut aussehenden und irgendwie geheimnisvollen Lenyo und er fühlt sich sofort zu ihm hingezogen. 


Bevor die zwei die gegenseitige Anziehung jedoch ergründen können bricht die Hölle los und irgendwie wissen Max und Robin gar nicht was los ist. 


Plötzlich befindet er sich in einem anderen Berlin, welches in der Zeit erstarrt zu sein scheint und als wäre das nicht genug gibt es dort Fabelwesen, Feen-Wesen in aller Art und Form. Eigentlich möchte er nur noch zurück in sein Berlin, doch irgendwie scheint dies nicht so einfach zu sein und plötzlich befindet er sich Mitten in einem Aufstand wieder. 


Warum er und Robin ausgerechnet dort hineingeraten sind ahnt er noch nicht. 


Ziemlich schnell wird seine Welt noch weiter auf den Kopf gestellt und sein Leben wird eine neue Wendung nehmen, doch ist das eine gute? 


Ich war sehr gespannt auf dieses Buch und wollte es mir die ganze Zeit zum Lesen holen, als mein bester Freund es dann selbst ziemlich zügig gelesen hat musste ich ran :-D 


Und ich wurde nicht enttäuscht! 

Die beiden Autoren schaffen es, dass man sehr schnell als Leser in die Geschichte einsteigen kann und das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte. 


Die erschaffene Welt, parallel zu unserer ist wirklich interessant und hat mich vom ersten Moment an fasziniert. In einigen Fantasybüchern gibt es oft die Geschichte, dass Menschen und Fabelwesen einst zusammen lebten, doch das die Menschen irgendwann gefährlich wurden. Ähnlich ist es hier, doch statt einfach im verborgenen zu leben wurde hier eine parallel Welt erschaffen. 


Das Berlin der 1920er ist wirklich interessant und dann doch überraschend grausam. Egal in welchem Volk, es gibt wohl immer machthungrige Wesen. 


Wir erleben, wie Max sein bisheriges Leben hinterfragen und dann neu ordnen muss und dies ist soooo spannend. 


Unterstützung findet er zum Glück unter anderem bei Lenyo. Ich mag das Zwischenspiel der beiden sehr, sie fühlten sich von Anfang an zueinander hingezogen und dann passierte soviel. Dennoch unterstützen sie sich gegenseitig und irgendwann geben sie dem knistern auch endlich mal nach, nur um dann wieder in das Chaos zu stürzen :-D


Am Ende geht es plötzlich Schlag auf Schlag und dann, zu unserem Entsetzen, war das Buch zu Ende….. 


Ich habe wirklich die weiteren Seite gesucht, vergebens.


Naja, ein guter Cliffhanger gehört oft dazu, auch wenn es manchmal wirklich gemein ist. 


Auf Instagram habe ich durch die Autoren erfahren, dass es nächstes Jahr weiter geht und darauf freue ich mich und mein bester Freund sich schon sehr! 


Wir können es kaum erwarten!


Ich finde es immer wieder faszinierend, wenn zwei Autoren zusammen ein Buch schreiben. Irgendwie stelle ich es mir schwierig vor, denn was ist, wenn einem die Idee nicht gefällt? 


Also ich glaube, ich wäre da eine Kandidatin für viele Diskussionen :-D


Was jedoch nicht zur Diskussion steht, ihr müsst dieses Buch lesen!! 


Mein Fazit: 5 von 5 möglichen 💜💜💜💜💜