Freitag, 14. Juni 2024

Rezension - Das Reich der Verdammten

 “Das Reich der Verdammten - A Tale of Pain and Hope” von Jay Kristoff
ISBN: 978-3-596-70042-4 / Verlag: Fischer Tor / Seitenanzahl: 1.008
 
Wenn die Sonne nicht mehr scheint und die letzte Hoffnung verloren scheint…. 
 
Auch im zweiten Teil begeben wir uns wieder in Gefangenschaft mit dem Löwen Gabriel de León und erfahren, wie seine Reise mit dem Gral weiter ging. Die zusammengewürfelte und für seiner Zeit ziemlich ungewöhnliche Reisegruppe ist zerschlagen und plötzlich sollen Gabriel und Dion sich auf das Monster verlassen, welches zuvor einmal seine Schwester war. 
 
Zu Dritt versuchen sie nun Antworten zu finden, allerdings wird die Reise nicht weniger gefährlich, sondern spitzt sich immer weiter zu. Nach einem herben Rückschlag werden Gabriel und Dion plötzlich getrennt und die Hoffnung scheint komplett zu schwinden.  Eine alte Bekannte scheint jedoch dafür zu sorgen, dass das Blatt sich nochmal wendet und doch ist die große Frage am Ende, ob die Hoffnungslosigkeit besiegt werden kann. 
 

Eine Rezension eines zweiten Teils zu schreiben, finde ich immer sehr schwierig, man möchte nicht zu viel spoilern und es ist noch so viel offen, denn ein Ende ist noch nicht in Sicht. Bei dem ersten Teil musste ich mich anfangs sehr an den vulgären Schreibstil und die brutalen Szenen gewöhnen, hier wusste ich jetzt jedoch was mich erwarten würde. Dennoch ist es immer mal wieder sehr überraschend… :-D
 
Einige Passagen waren für mich eventuell wieder etwas zu lang, aber der Autor hat ein beachtliches Talent dafür, den Leser nicht von der Angel zu lassen. Es werden immer wieder Wendungen und kleine Spitzen eingebaut, dass den Leser oder vielmehr mich verblüfft und an die Geschichte fesselt. Zudem ist es sehr interessant die Geschichte plötzlich noch aus einer anderen Sichtweise zu hören, aus welcher verrate ich natürlich nicht.
 
Das noch irgendein Lebewesen in dieser erschaffenen Welt Hoffnung empfinden kann scheint unmöglich und doch ist dies durch ein Mädchen gelungen und ich habe bis jetzt wirklich keine Ahnung, in welche Richtung sich diese Geschichte noch entwickeln mag. 
 
Eine düstere, nicht zimperliche Welt, die viele Überraschungen für uns bereithält. Anders könnte ich diese Geschichte im Grunde ihres Herzens nicht beschreiben.
 
Bücher über 1.000 Seiten mögen für viele Abschreckend sein und bei diesem Buch sollte man sich auch Zeit nehmen, aber es lohnt sich dennoch. Die Geschichte ist einfach faszinierend und selbst wenn man das Buch für ein paar Tage zur Seite legen mag, der Autor hat es geschafft, dass man immer wieder super in das Buch einsteigen mag. 
 
Mein Fazit: 3,5 von 5 möglichen 💜💜💜💜

Mittwoch, 12. Juni 2024

Rezension - 22 Bahnen

 „22 Bahnen“ von Caroline Wahl

ISBN: 9783832182786 / Verlag: DUMONT / Seitenanzahl: 208

 

Wenn dein Leben nach einem festen Muster laufen muss, traust du dich es zu ändern?

 

Im Buch „22 Bahnen“ von Caroline Wahl lernen wir Tilda und Ida kennen. Tilda sollte sich eigentlich voll und ganz auf ihr Studium und ihre Zukunft konzentrieren können, doch ihr Leben ist strikt durchgeplant. Studieren, arbeiten gehen, schwimmen und sich um ihre Schwester Ida kümmern. Leider immer öfter auch um ihre alkoholabhängige Mutter. Eigentlich ist ihr Studium bald vorbei und sie sollte sich darauf freuen, allerdings was soll aus Ida werden?

 


Ihr durchgeplantes Leben kommt etwas durcheinander, als ihr eine Promotionsstelle in Berlin angeboten wird und der Bruder eines ehemaligen Schulfreundes wieder auftaucht. Tilda möchte so gerne von einer Zukunft in einer fremden Stadt träumen, so wie all ihre Freunde….

 

Ihre kleine Schwester ist nun auch etwas älter, doch als sich scheinbar alles zum positiven Wenden könnte, geht alle schief und Tilda´s Plan rückt in weite Ferne.

 

Wird sie jemals aus diesem Wirbel von Gefühlen und Sorgen herauskommen?

 

Vor nicht all zu langer Zeit war das Buch „22 Bahnen“ in aller Munde und es hat mich die ganze Zeit nicht ganz losgelassen. Durch einige Besprechungen und Rezensionen wurde ich immer neugieriger und bin wirklich froh, dass ich es jetzt gelesen habe.

 

Der Schreibstil ist etwas völlig anderes, als der Leser es sonst von anderen Autoren gewohnt sein mag, aber gerade das fand ich interessant und anfangs ein klein wenig gewöhnungsbedürftig. Nichts desto trotz war ich von Anfang an fasziniert und das Buch zog mich immer mehr in seinen Bann.

 

Man spürt die Gewitterwolke förmlich, welche über Tilda die ganze Zeit zu schweben scheint. Wir fühlen mit ihr und sind innerlich ebenso zerrissen wie sie, was ihre Zukunft angeht.

 

Als Viktor, der Bruder eines Schulfreundes auftaucht wird es etwas komplizierter und geheimnisvoller. Das Tilda und Viktor noch etwas ganz anderes verbindet wird erst nach und nach klar.

 

Mittendrin ist die kleine Ida, Tilda´s Schwester. Gerade die Grundschule beendet, sich isolierend und doch schon viel zu Reif für ihr Alter. Nicht nur das Herz von Tilda litt wegen ihrer Schwester, auch meines.

 

Das Buch beschönigt nichts und regt zum nachdenken an, ich mochte es wirklich sehr!

 

Einige Passagen waren vielleicht etwas länger als nötig, das Ende dann jedoch recht plötzlich. Zudem hätte ich einen Charakter lieber etwas genauer kennengelernt, wobei es andererseits mehr Spielraum für die eigenen Gedanken gab.

 

Ich werde mir definitiv die Fortsetzung „Windstärke 17“ noch holen.

 

Mein Fazit: 4 von 5 möglichen 💜💜💜💜

Samstag, 1. Juni 2024

Rezension - Die Nacht der Königinnen

 „Die Nacht der Königinnen“ von Christian Handel

ISBN: 978-3-7641-7125-4 / Verlag: Ueberreuter / Seitenanzahl: 384 / Altersempfehlung: ab 14

 

Wenn ein König nicht mit offenen Karten spielt…. 

 

Im Buch „Die Nacht der Königinnen“ lernen wir Alix kennen, die ihr Leben so liebt, wie es ist. Sie lebt mit ihren kleinen Brüdern, ihrem Vater und ihrer Tante auf der Burg des Vaters führt diesen Hof aktuell als Lady. Eigentlich soll sich nichts ändern, doch vor kurzem hat ein neuer König den Thron bestiegen und dieser möchte nun eine Brautschau veranstalten. 

 

Alle adligen, unverheirateten Frauen sollen anreisen und somit leider auch Alix. Sie ist sicher, dass der König ihr keine Aufmerksamkeit schenken wird und dies ist ihr nur recht, sie will diesen bösen König auf gar keinen Fall heiraten. 

 


Wie zumeist kommt allerdings alles anders als erwartet, zudem scheint der König noch mehr geplant zu haben als er zu verraten bereit ist. Alix findet sich in einer ihr fremden Welt wieder und muss herausfinden, wem sie trauen darf und wem nicht. 

 

Als dann auch noch eine der potenziellen Bräute verschwindet und der große Ball beginnt offenbart der König seinen geheimen und mächtigen Plan. 

 

In diesem Buch treffen Selection, Panem und Damsel aufeinander! 

 

Als großer Fan von Christian Handel war ich wieder sehr gespannt auf eine von ihm neu erschaffene Welt und ich wurde nicht enttäuscht. Die Welt in der Alix liebt scheint normal zu sein, doch dann taucht mit jeder Seite die Magie etwas mehr auf und der Spannungsbogen nimmt seinen Lauf. 

 

Auch wenn ich zuvor einen Vergleich mit Selection, Panem und Damsel andeutete, so ist diese Geschichte definitiv kein lahmer Abklatsch. Es wurde etwas ganz Neues, faszinierendes erschaffen und mit jeder Seite mehr dachte ich nur: „Frauen an die Macht!“. 

 

Alix und die anderen möglichen Bräute könnten unterschiedlicher nicht sein, es wurden einige faszinierende Charaktere erschaffen. Manche sympathisch, manche furchtbar und manche wirklich überraschend… 

 

Zudem zeigt das Buch auf welche Auswirkungen Fehler der Vergangenheit haben können…

Ich hätte nichts gegen weitere Teile, das Ende war jedoch ziemlich großartig und eigentlich perfekt. 

 

Mein Fazit: 5 von 5 möglichen 💜💜💜💜💜

Freitag, 24. Mai 2024

Rezension - Die Katmere Chroniken

 „Die Katmere Chroniken Bd. 1 – 6“ von Tracy Wolff 

Wie beschreibt man eine Reihe mit 6 Bänden, ohne zu viel zu verraten?

 

In den „Katmere Chroniken“ entführt uns Tracy Wolff in eine gänzlich neue Welt für uns und sie entführt nicht nur uns, sondern auch die junge Grace. Nach einem schweren Schicksalsschlag führt das Leben Grace Forster nach Alaska, zu ihrem Onkel und ihrer Cousine. Dort soll sie die Schule beenden und wieder ins Leben zurückfinden.

 

Allerdings findet sie nicht nur in ihr Leben zurück, sondern beginnt ein gänzlich neues. Die Schüler scheinen seltsam und anders zu sein und dann steht ihr Leben Kopf. Plötzlich sind Vampire, Werwölfe und Hexen real und sie befindet sich mitten in dieser Welt.

 


Ihre Eltern haben ihr einiges verschwiegen und aus einem „normalen“ Mädchen wird plötzlich selbst etwas außergewöhnliches und eine Königin.

 

Der Weg nach Alaska sollte für Grace alles leichter machen, allerdings steht ihr eine sehr schwere Reise bevor. Sie findet neue Freunde, Hoffnung und ganz neu zu sich selbst, doch dann gibt es auch Verschwörungen, Feinde und alles steht auf dem Spiel.

 

Nicht zuletzt steht auch ihr Herz auf dem Spiel, so gibt es gewisse Vampire, welche sie niemals nicht lieben könnte.

 

Am Ende bleibt die Frage bestehen, ob Grace alle Herausforderungen meistern wird und mit welchen Verlusten oder auch Gewinnen sie sich zurechtfinden muss.

 

Nach Erscheinen des ersten Bandes wurde ich durch Instagram schnell neugierig auf dieses Buch. Die neue Reihe á la Harry Potter hieß es plötzlich und da musste ich natürlich  rein schnuppern. Band 1 hatte mich schnell in seinen Bann gezogen und nachdem meine Lesezeit schnell beendet war entdeckte ich Merchandise vom Verlag….

 

Natürlich musste ich direkt zuschlagen und ein kleines Fanmonster namens Sarah war geboren. Sobald ein weiterer Teil erschien musste ich kurzfristig starten und es war einfach so, so gut. Der Leser könnte meinen, dass eine so lange Reihe irgendwann etwas langwierig werden könnte oder sich zieht. In dieser Reihe gab es allerdings einige unerwartete Überraschungen und so viele Wendungen und Ereignisse, dass ich mir zwischendurch nur dachte: „What???“.  

 

Gerade zum letzten Teil hin war ich sehr gespannt und es passierte noch einiges. In den Büchern zuvor mag solch ein Zeitstrang etwas mehr Seiten in Anspruch genommen zu haben, doch im letzten Teil kommen alle Stränge zu einem Schluss. Seltsamerweise verbinden sich die unvorhergesehenen Ereignisse plötzlich.

 

Wegen einer Wendung ganz zu Anfang war ich tatsächlich kurz versucht die Reihe zu beenden, da eine Situation mich so schockierte und mir im Herzen schmerzte, dass ich dachte die Autorin könnte das nicht Ernst meinen. Naja ich habe dann durchgehalten und am Ende hatte alles einen Sinn und tat trotzdem ein wenig weh :-D

 

Ich würde diese spannende Reihe vielleicht nicht unbedingt als neues Harry Potter Universum empfehlen, aber es lohnt sich unglaublich! Gerne könnte die Serie verfilmt werden, da hätte ich definitiv nichts gegen.

 

Der Schreibstil von Tracy Wolff macht es uns Lesern allerdings eh sehr einfach in ihre Geschichten abtauchen zu können. Ich konnte dies vor kurzem auch außerhalb dieser Reihe bereits testen.

 

Mein Fazit für die gesamte Reihe: 4 von 5 möglichen 💜💜💜💜

 

Unbedingt Lesen!

 

Die Katmere Chroniken:

    -        „Crave – Liebe mich, wenn du dich traust“

    -        „Crush – Vertraue mir, wenn du mich liebst“

    -        „Covet – Traust du dich, das Schicksal herauszufordern?“

    -        „Court – Rettest du die Welt – oder deine Liebe?“

    -        „Charm – Wen liebst du, wenn deine Zeit abläuft?“

    -       „Cherish – Traust du dich, die Schatten zu lieben?“

Samstag, 6. April 2024

Rezension - Geheimnis der Götter Band 2

„Geheimnis der Götter – Flammen“ von Saskia Louis
ISBN: 9783968177458 / Verlag: dP digital Publishers / Seitenanzahl: 273

 

Die Geschichte um Nym und ein paar wagemutigen Rebellen geht weiter… 
 
Nachdem wir im ersten Band etwas mehr über die Welt in der Nym, Levi, Liri und Co. leben gelernt haben geht es nun weiter mit dem Geheimnis um Nym´s Identität. Sie ist fest entschlossen den Rebellen zu helfen und weiteren Menschen bei der Flucht nach Asavez zu helfen. 
 

Bereits auf dem Weg in die Stadt werden die Fragen um ihre Identität jedoch größer und je mehr sie erfährt, desto weniger möchte sie wissen. Plötzlich hat sie eine Schwester und es klärt sich immer mehr und doch ist es immer verwirrender. Zudem knistert es immer mehr zwischen Nym und Levi. 
Kann man jedoch einen Neuanfang mit jemandem starten, ohne zu wissen, was war?

Wir lernen auch mehr über die anderen Mitglieder der Gruppe. Sei es Levi und seine geheime Vergangenheit, Jeki oder Vea. Hier wurde anfangs vielleicht nur etwas angerissen und jetzt erfahren wir mehr und irgendwie gibt es immer wieder interessante Verbindungen. 
Zudem scheinen die Götter einige Geheimnisse zu haben und was hat es mit einem gewissen Asavez bloß auf sich? 
 
Es gibt einige Antworten und doch noch mehr Fragen… 
 
Was werden wir mit Nym noch erfahren und wie wird sich ihr und das Leben der anderen gestalten? 
Hoffentlich positiv…. 

 

Ich finde es immer so schwierig eine Rezension zu einem zweiten oder dritten Teil einer Reihe zu schreiben, ohne zu viel zu Spoilern. Immerhin könnte jederzeit jemand diese Rezension lesen, der den ersten Teil nicht kennt. 

Somit ist es mein Bestreben etwas zu erzählen, aber nicht Zuviel und eher neugierig zu machen, wenn es sich lohnt, und es lohnt sich definitiv! Auch, wenn ich zugeben muss, dass es mir an einigen Stellen etwas zu langatmig war und ich auf ein bisschen mehr Action gewartet habe. Die Action kam dann jedoch so plötzlich und ich war mittendrin! 

 
Am Ende wieder ein fieser Cliffhanger und ich bin umso neugieriger auf die weiteren beiden Teile. Insbesondere da es noch zwei weitere Teile gibt und nicht nur einen weiteren. Ich frage mich, was noch alles kommen mag…. 
Zum Glück gibt es die weiteren Teile schon und ich muss theoretisch nicht allzu lange warten. Allerdings schreit mein SUB mich immer wieder an ihn erstmal zu minimieren und nicht neue Bücher zu holen. 
 
Mal gucken, wie lange ich noch warten kann ;-)
 
Aber diese Reihe lohnt sich mal wieder richtig doll zu lesen, wie bisher eigentlich immer bei Reihen von Saskia Louis! 
 
Read It!! 
Mein Fazit 3 von 5 möglichen 💜💜💜

- Werbung Rezensionsexemplar -  

 

 

 

 

Freitag, 22. März 2024

Rezension - Schneewittchen muss sterben

 „Schneewittchen muss sterben“ von Nele Neuhaus
ISBN: 978-3-548-06864-0 / Verlag: Ullstein Taschenbuch / Seitenanzahl: 544
 
In einem kleinen Dorf muss es nicht immer langweilig sein… 
 
Das kleine Dorf in Altenhain steht Kopf als eines Tages plötzlich 2 Mädchen verschwinden. Im Dorf kennt jeder jeden und schnell steht ein Verdächtiger fest. Ausgerechnet der junge Tobias, der als Vorzeigeschüler und Mädchenliebling gilt, soll die beiden Mädchen ermordet haben. 
 
Er erinnert sich an nichts, es wird ihm nicht geglaubt und er wird verurteilt. 11 Jahre nachdem ins Gefängnis gekommen ist, wird er nun entlassen und kehrt in sein kleines Heimatdorf zurück. Allerdings wird er nicht willkommen geheißen und plötzlich passieren wieder seltsame Dinge…. 
 
Schnell wird Tobias wieder verdächtigt, dabei möchte er nur rausfinden was damals und insbesondere jetzt geschah und dann verschwinden wieder Personen… 
 

Ich bin absolut keine Krimileserin, aber für meine Lesechallenge 2024 wurde mir ein Krimi empfohlen und dies war ein Buch von Nele Neuhaus. Selbstverständlich kenne ich die Autorin und habe ihren wachsenden Erfolg durch meine Ausbildung als Buchhändlerin quasi live miterlebt. 
 
Jetzt habe ich dann endlich mal ein Buch von ihr gelesen und fand es wirklich gut und sehr, sehr spannend. Die Geschichte ist sehr komplex und es wird aus mehreren Perspektiven erzählt, was während der Ermittlungen passiert. Anfangs denkt man vielleicht zu ahnen, wer der Mörder ist, aber dann wird man doch ziemlich überrascht. 
 
Normalerweise werden zum Ende eines Buches die Seiten immer weniger und ein Leser bekommt schon einmal leicht Schnappatmung und man möchte nicht, dass es endet. Bei diesem Buch habe ich mich gewundert, dass es noch so viele Seiten gibt und jedes Mal, wenn es das Buch beendet sein könnte wird noch einer drauf gesetzt. 
 
Das Buch war wirklich spannend und ich habe es gerne gelesen. Nele Neuhaus verfügt über einen Schreibstil, der es dem Leser leicht ermöglicht in die Geschichte reinzufinden. 
 
Lediglich die Perspektiven und das tatsächlich etwas für mich zu komplexe Ende haben mich etwas gestört. 
 
Auf jeden Fall werde ich Krimis in Zukunft öfters mal eine Chance geben! 
 
Mein Fazit: 3 von 5 möglichen 💜💜💜

Montag, 18. März 2024

Rezension - Elektra

 „Becoming Elektra – Sie bestimmen, wer du bist“
„I am Elektra – Dein Leben ist Mein“ von Christian Handel
ISBN: 978-3-7641-7094-3 / Verlag: Ueberreuter / Seitenanzahl: 416 / Altersempfehlung: ab 14
ISBN: 978-3-7641-7112-4 / Verlag: Ueberreuter / Seitenanzahl: 416 / Altersempfehlung: ab 14

Wie willst du leben, wenn dein Körper nicht dir gehört… 

In dieser Buchreihe lernen wir eine faszinierende Version unserer zukünftigen Welt und die junge Isabel kennen, die versucht in dieser Welt ihren Platz zu finden. Wir befinden uns im Jahr 2083 und unsere Welt hat sich weiterentwickelt. 
 
Nicht nur technisch ist alles anders, sondern auch medizinisch hat sich alles etwas weiterentwickelt. Wer es sich leisten kann, kann sich Klone des eigenen Körpers erschaffen lassen und wird man plötzlich krank gibt es sozusagen die passenden Ersatzteile. 


Genau solch ein Klon sind Isabel und ihre Schwester. Eigentlich wissen Klone nicht, wer ihr Original ist, aber durch Zufall und einer geschmuggelten Zeitschrift haben sie es herausgefunden. Ausgerechnet die beiden sind Klone einer Partyikone…

Es war also nicht verwunderlich, als Isabels Schwester eines Tages abgeholt wird und mit einer Niere weniger zurück kommt. Wie es den Klonen geht und wie diese leben ist den Menschen völlig egal und insbesondere unklar. 

Als ihr Original Elektra Hamilton dann plötzlich verstirbt, wird Isabel ein unglaubliches Angebot unterbreitet. Isabel soll den Platz der echten Elektra in der Gesellschaft einnehmen und ihr Leben fortführen inkl. Verlobung. 

Letztendlich bleibt ihr nichts anderes übrig und plötzlich findet sie sich in einer für sie völlig neuen Welt wieder und der immense Unterscheid zwischen den Leben der Originale und der Klone wird immer mehr vor Augen geführt. 

Auch wenn ihre „Familie“ es nicht gerne sieht vergisst Isabel ihre Freunde und ihre Schwester nicht und möchte ihnen irgendwie helfen. Allerdings benötigt sie erst einmal selbst Hilfe, denn plötzlich kommt die Frage auf, wie Elektra Hamilton wirklich gestorben ist und ob Isabel in dieser „neuen“ Welt wohl irgendwem trauen kann. 

Unterstützung findet sie nach einigen Anfangsschwierigkeiten in Elektras Bruder und auch ihr baldiger Verlobter scheint mehr zu sein, als erwartet. 
Allerdings trachtet ihr jemand nach dem Leben und wem kann sie nur wirklich trauen?
 
Manche Bücher kauft man wegen ihren Covern, manche wegen dem Thema und andere wegen den Autoren. In diesem. Fall habe ich es schlichtweg wegen des Autoren Christian Handels gekauft und wurde wieder nicht enttäuscht.  Bald besitze ich glaube ich alle Bücher von Christian Handel und immer wieder bin ich von seinen neu erschaffenen Welten verblüfft. 

In diesem Falle ist die mögliche Realität dessen, was er sich überlegte, sehr gruselig. Die Technik entwickelt sich immer weiter und das Thema Klonen ist auch jetzt in Arbeit. Wie diese Klone dann jedoch behandelt wurden, ist einfach furchtbar, nicht besser als Vieh. 

Es ist jedoch faszinierend zu beobachten, wie Isabel sich ihre Stellung dort erkämpft und einfach nicht aufgibt. Sie trotzt allem, insbesondere ihrem biologischen Erzeuger. 

Die Komplexität der anderen Charaktere ist faszinierend und es gibt immer kleine Überraschungen. 
Wir leiden mit Isabel, wir hoffen, wir trauern und wir sind voller Wut. 

Das Buch beinhaltet viel mehr als gedacht. 
 
Mein Fazit: 4 von 5 möglichen 💜💜💜💜