„Das Erbe der Sturmhöhe“ von Lili
Eden
ISBN: 9783751708753 / Verlag: Lübbe
beHeartbeat / Seitenanzahl: 360
Manchmal trifft die Vergangenheit auf
die Zukunft...
In dem Buch „Das Erbe der Sturmhöhe“
lernen wir Emily zu einer sehr schwierigen Zeit kennen. Ihre Mutter
verliert den Kampf gegen ihre Krankheit, aber Emily und ihre Väter
sind bei ihr und stützen sich gegenseitig. Die letzten Atemzüge
ihrer Mutter verwirren Emily jedoch, denn sie spricht von einem
Sommer in Haworth, über den sie nie mit Emily gesprochen hat.
Die letzten Worte ihrer Mutter lassen
Emily einfach keine Ruhe, denn dieser Sommer scheint von großer
Bedeutung für ihre Mutter gewesen zu sein, sodass sie sich dafür
entscheidet nach Haworth zu reisen um den Spuren der Vergangenheit zu
folgen...
In einer kleinen, herzenswarmen Pension
findet sie ihr kurzfristiges zu Hause und unerwartete Hilfe bei der
Spurensuche. Der mürrische, nicht gerade sehr charmante Sohn der
Pensionsbesitzerin bietet unerwartet Hilfe bei der Spurensuche an.
Dieses Angebot verwundert nicht nur Emily sondern auch Jack selbst,
der eigentlich nie hilfsbereit ist. Er ist ein Eigenbrötler wie er
im Buche steht, aber die Touristin Emily schafft es in den alten Jack
etwas herauszukitzeln.
Die Suche von Emily wirft schnell immer
mehr Fragen auf. Zudem muss sie sich plötzlich mit Jack rumschlagen,
dessen Hilfsangebot ungeahnte Gefühle weckt.
Aber auch Jack hat eine Vergangenheit
und einen gewissen Ruf im Dorf...
Beide suchen etwas, ohne zu wissen, ob
sie es wirklich finden werden.
Vielleicht sollte man manchmal die
Vergangenheit ruhen lassen, aber andererseits darf man die Zukunft
nicht schon verurteilen, bevor man sich darauf einlässt, oder?
Dieses Buch steckt voller Geheimnisse
und den dunklen Schönheiten des Hochmoors. Manche sehen vielleicht
nur das schlechte, nasse und kalte Wetter, aber Lili Eden hat uns in
das geheimnisvolle und wunderschöne Moor entführt. Ok, es ist auch
kalt und nass, aber das heißt ja nicht, dass es auch wunderschön
sein kann.
Emily ist ein liebenswürdiger
Charakter, bei dem man hofft, dass sie findet wonach sie sucht. Das
komplette Gegenteil ist eigentlich Jack. Er ist mürrisch, schlecht
gelaunt und mag keine Menschen. Unterschiedlicher könnten die beiden
nicht sein und dennoch gibt es da eine Anziehung, die sich beide
nicht erklären können.
Vielleicht ziehen sich Gegensätze
einfach an, aber auch die Vergangenheit könnte eine Verbindung
herstellen, vor der man sich fürchten könnte.
Am liebsten im Buch mag ich glaub ich
die kleine Pension und dessen Besitzerin. Jack´s Mutter ist einfach
die perfekte Hausherrin und kümmert sich liebevoll um jeden. In
dieser Pension würde ich jederzeit einkehren!
Die parallelen zu Emily Brontë und dessen Buch "Sturmhöhe" sind unglaublich interessant und man erfährt einiges über die Geschwister und wie sie damals lebten. Nicht allein durch das Museum welches das erste Treffen von Emily und Jack begleitet.
Dank dem Schreibstil von Lili Eden kann
man dem Alltag kurzzeitig entfliehen und findet sich mit Emily im
Moor wieder. Es ist als könnte man den kalten Wind spüren und die
Schafe blöken hören. Gewissen Szenen zaubern dem Leser einfach ein
Schmunzeln aufs Gesicht.
Ich kenne diese Geschichte schon etwas
länger, da ich die Ehre haben durfte ein klein wenig die
Entstehungsgeschichte zu begleiten, aber selbst beim zweiten mal
lesen hat es mich wieder voll in seinen Bann gezogen und begeistert!
Ich kann dieses Buch einfach nur allen
empfehlen und hoffe, dass es viele begeisterte Leser treffen wird!
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Mein Fazit: 5 von 5 möglichen. 💜💜💜💜💜