Dienstag, 27. August 2024

Rezension - Atlas der Anderswelten

 „Emily Wildes Atlas der Anderswelten“ von Heather Fawcett
ISBN: 978-3-596710041 / Seitenanzahl: 448 / Verlag: Fischer Tor
 
Die Enzyklopädie ist fertig, Zeit für einen Atlas!
 
Endlich treffen wir wieder auf Emily Wilde und ihren Rivalen Wendell Bambleby. Die fertiggestellte Enzyklopädie war ein voller Erfolg und Emily darf sich über eine Anstellung auf Lebenszeit an der Universität freuen.
 
Neben ihrem Unterricht möchte sie nun einen Atlas erstellen und parallel die Feentür zu Wendell´s Heimat finden. Immerhin könnte sie so ihren Rivalen loswerden, allerdings merken wir in Band 2, dass sich die zarten Bande aus der Begegnung im ersten Teil weiterentwickelt haben.
 
Nach den Ereignissen zuvor, in denen Wendell Emily plötzlich retten musste scheint es sich nun gegensätzlich entwickelt zu haben. Plötzlich tauchen an der Universität Attentäter auf, welche es auf Wendell abgesehen haben. Seine Mutter möchte ihre Macht scheinbar sichern und den eigentlichen Thronerben aus dem Weg räumen.
 

Die Suche nach der Feentür rückt somit in den Vordergrund und während Emily´s Forschungen bzgl. des Atlas hat sie auch Hinweise auf die Tür gefunden.
 
Es beginnt eine neue Expedition mit neuen, nicht ganz erwünschten Verbündeten und ein Wettlauf gegen die Zeit.
 
In einem kleinen Dorf in Österreich soll es plötzlich Lösungen geben, allerdings treffen sie dort nicht nur auf gleichgesinnte und wohlgesonnene…
 
Die Frage bleibt, ob Emily schnell genug die Feentür finden kann und dann stände da ja noch ein Heiratsantrag im Raum….
 
Nachdem ich bei dem ersten Teil dieser wunderbaren Trilogie erst etwas überrascht wurde, auf Grund der Form und des Schreibstils, habe ich mich jetzt umso mehr auf Band zwei gefreut. Wir tauchen wieder in Emily Wildes Tagebuch ein und erleben die Geschehnisse aus ihrer Sicht. Es bereitet uns Lesern, oder zu mindestens mir, wirklich Freude zwischen den Zeilen die Veränderung der Beziehung von Emily und Wendell zu beobachten. Auch wenn er eigentlich kein Mensch ist, die Chemie zwischen den beiden passt einfach. 
 
Zudem treten neue Charaktere in Aktion und ich fand es einfach herrlich, dass es plötzlich eine übereifrige Nichte und einen nicht sehr herzlichen Kollegen gibt, welche die Expeditionsgruppe ergänzen.
 
Die Reise nach Österreich und die Geschehnisse vor Ort entführen uns in eine wundersame Welt, welche einen zum Schmunzeln oder zum Fürchten bringen.
 
Emily Wilde ist eine sehr kluge Frau, aber am Ende musste ich doch sehr bewundernd lachen, denn sie hat dann noch das Ende getoppt!
 
Ich freue mich schon jetzt auf Band 3!
 
Mein Fazit: 5 von 5 möglichen 💜💜💜💜💜
 
Band 2 hat mir noch besser gefallen als Band 1!  

 

Montag, 19. August 2024

Rezension - The Atlas Trilogie von Olivie Blake

„The Atlas – Trilogie“ von Olivie Blake

ISBN: 978-3-596-70763-8 / Seitenanzahl: 544 / Verlag: Fischer Tor

ISBN: 978-3-596-70765-2 / Seitenanzahl: 560 / Verlag: Fischer Tor

ISBN: 978-3-596-70766-9 / Seitenanzahl: 672 / Verlag: Fischer Tor

 

6 Auserwählte, eine geheime Bibliothek und viele Geheimnisse….

 

In der Buchreihe „Atlas“ von Olivie Blake lernen wir 6 mehr als unterschiedliche, magisch begabte Menschen kennen. Sie wurden auserwählt, um in der geheimen Bibliothek von Alexandria zu forschen und die Welt zu verändern. So richtig hat keiner verstanden, warum sie auserwählt wurden, aber ihnen wurde Reichtum und Ruhm versprochen. 

 

Diese zusammengewürfelte Gruppe kämpft schnell mit Streitigkeiten untereinander und auch diese geheime Bibliothek scheint mehr Geheimnisse zu haben als zu Anfang erwartet. 

 


Im mittlerweile dritten Teil wurden einige Geheimnisse gelüftet. Ein vereinbarter, misslungener Mord, Feindschaften und eine für ewig verschwunden geglaubte kehrt zurück. Mit dieser Rückkehr passiert allerdings viel mehr, als jeder erwartet hat. 

 

Auch wenn zwei vermeintliche Bösewichte keine Rolle mehr spielen, scheint die Welt einmal mehr denn je in Gefahr zu schweben. Nur wer wird sie retten? 

 

Diese Reihe lässt mich etwas ratlos zurück. Die Grundidee gefiel mir von Anfang an sehr gut, allein auf Grund der geheimen Bibliothek und die verschiedenen Charaktere, aber dann wurde es kompliziert. Ich glaube es sind die kompliziertesten Bücher, die ich je gelesen habe und definitiv nix für zwischendurch. 

 

Diese Geschichte verfügt über eine Komplexität und ein internes Labyrinth, welches seinesgleichen sucht. 

 

Trotz dieser Komplexität und des nicht gerade leichten Leseflusses wollte ich immer wissen, wie es weiter geht. Der letzte Teil hat die anderen noch einmal übertroffen und ich habe recht lange für das Lesen benötigt. 

 

In der ersten Hälfte war es wieder sehr langatmig und dann kam eine Überraschung nach der anderen und die Rollen wurden komplett neu verteilt. Es gab definitiv unerwartete Wendungen, aber irgendwie hat mich das Ende dann nicht so zufriedengestellt als Leser. 

 

Ich kann gar nicht genau sagen, woran es gelegen hat, aber diese Reihe wird definitiv als verwirrend in meinem Kopf bleiben. 

 

Mein Fazit wäre 2,5 Sterne von 5… 

Mathematisch aufgerundet wären es dann halt 3 von 5… 

 

Ich bin und bleibe verwirrt, aber anhand von anderen Rezensionen habe ich gesehen, dass es nicht nur mir so geht :-D 

 

Hier muss wirklich jeder Leser seine eigene Meinung bilden. 


Mein Fazit: 💜💜💜

Dienstag, 6. August 2024

Rezension - Spiegelstadt Band 2

 „Spiegelstadt 2 – Gefangen in Purpur und Schatten“ von Andreas Suchanek u. Christian Handel
ISBN: 978-3-426-44643-0 / Verlag: Knaur / Seitenanzahl: 320
 
Wenn die Wahrheit in der Vergangenheit liegt und nun alles ändert… 
 
Achtung Spoiler! 
Ich versuche nicht zu viel zu verraten, aber es handelt sich hier um Band 2 und wer Band 1 noch nicht gelesen hat, sollte aufpassen :-D 
 
Endlich kehren wir in die verschiedenen Varianten von Berlin zurück und erleben mit Max nun die Realität einer dritten Version Berlins. Hier ist alles noch sehr viel schlimmer, als Max erwartet hat. Diese Welt stirbt und wenn man nicht aufpasst, könnte er der nächste sein. Er macht sich sorgen um Lenyo und muss nun mit dem Wesen zusammenarbeiten, welches seine beste Freundin förmlich geschluckt hat. 
 

Währenddessen wurde Lenyo gefangen genommen und der übrige Widerstand versucht ihn zu befreien. Allerdings finden beide Seiten immer mehr schreckliches heraus und es wird immer klarer, dass Tamyra dringend entmachtet werden muss. Welch Geheimnisse hinter Tamyra sich noch verbergen, ahnt nicht Mals Tamyra selbst… 
 
Während Max versucht aus der sterbenden Welt zu entkommen, versucht Lenyo irgendwie zu Max zu kommen und währenddessen ahnt das reale Berlin nichts von der Bedrohung. 
 
Es müssen neue Allianzen geschlossen werden und alle Wesen müssten mit machen, allerdings gestaltet sich dies schwieriger als man meinen mag. 
 
Sollte die dritte, Gefängnisversion von Berlin zerreißen, wird alles zerrissen werden. 
 
Der Wettlauf gegen die Zeit bekommt somit eine ganz neue Bedeutung und auch die Rollen von Max, Lenyo und Co. werden neu definiert. 
 
Ich habe mich so, so sehr auf die Fortsetzung von Spiegelstadt gefreut und habe es auch ziemlich schnell verschlungen. Andreas Suchanek und Christian Handel haben eine faszinierende Welt mit unglaublich vielfältigen Charakteren erschaffen, welche uns in ihre Welt einsaugt, wie die dritte Version von Berlin es mit Max getan hat. 
 
Es finden sich Schmerz, Zorn, Trauer und Hilflosigkeit in den Seiten wieder und wir leiden mit den Protagonisten oder freuen uns mit ihnen. Die Geheimnisse, die nach und nach enthüllt werden, sind definitiv überraschend und einiges kam unerwartet. 
 
Irgendwann war es dann wieder viel zu schnell vorbei… 
 
Diese Dilogie werde ich definitiv nicht so schnell vergessen und wird einen Ehrenplatz in meinem Regal erhalten. 
 
Lesen lohnt sich, bzw. ist ein MUSS! 
 
Mein Fazit: 5 von 5 möglichen 💜💜💜💜💜

Sonntag, 28. Juli 2024

Rezension - Wir werden jung sein

 „Wir werden jung sein“ von Maxim Leo
ISBN: 9783462310696 / Verlag: Kiepenheuer & Witsch / Seitenanzahl: 304

 

Wie würdest du leben, wenn du biologisch gesehen viel jünger und gesünder bist?

 

Jede kennt die Charité in Berlin, entweder aus den Nachrichten oder da man aus gesundheitlichen Gründen mit ihnen Kontakt hatte. In diesem Buch lernen wir einen Professor der Charité kennen, der eigentlich nur ein Ziel hat. Seine aktuellen Probanden mit einem von ihm entwickelten Medikament von einer Herzerkrankung zu heilen. Da er es nur fair findet macht er sich quasi auch selbst zu einem Versuchsobjekt und nimmt dieses Medikament ebenfalls selbst ein. 

 

Nachdem eine der Probanden plötzlich neue Rekorde im Sport erzielt, welche rein körperlich gar nicht möglich wären beginnt seine Forschung ein neues Level zu erreichen. Die Probanden wurden nicht nur von ihren Leiden kuriert, sondern auch biologisch verjüngt. 

 


Ein Umstand der erst richtig faszinierend und toll klingt, doch schnell gibt es Diskussionen in der Öffentlichkeit und die Probanden werden mit neuen Problemen konfrontiert. 

 

Ein Medikament welches verjüngend wirkt…

 

Darf es jeder erhalten? 

Was passiert mit dem 16-jährigen Probanden, der plötzlich den Embryostatus hat?

Wie wird dieses Mittel die Welt verändern? 

 

Ich bin auf dieses Buch durch den Podcast „Zwei Seiten“ von Mona Ameziane und Christine Westermann aufmerksam geworden. Das Thema faszinierte mich und es hat sich wirklich gelohnt. 

 

Man kann sich schnell vorstellen, dass die Medizin irgendwann solch ein Medikament entwickeln kann und welch Verantwortung und Änderungen damit einhergehen würden. 

 

Die Menschen nehmen eh schon einen zu großen Platz der Welt ein und wenn nun niemand mehr stirbt? Geburtenkontrolle? Was würde es kosten und könnte es jeder erhalten? 

 

Diese Fragen sind faszinierend und regen den Leser zum nachdenken an. 

 

Ebenfalls wird ein interessanter Aspekt im Buch geschildert, will man überhaupt ewig leben? 

Welche Ziele hat man noch, die man im Leben irgendwann erreichen möchte, wenn es keine Begrenzung gibt?

 

Eine wirklich faszinierende Geschichte, die mich ein paar Tage nicht losgelassen hat. 

 

Es lohnt sich wirklich zu lesen und die Probanden, die mehr als zusammengewürfelt sind, kennenzulernen. Jedes Leben entwickelt sich unterschiedlich, entweder zum Besten oder schlechtem. Ebenso faszinierend, wie dieses Medikament. 

 

Also lesen lohnt sich, es ist mal etwas anderes :-)

 

Mein Fazit: 3 von 5 möglichen 💜💜💜💜

 

Freitag, 5. Juli 2024

Rezension - Windstärke 17

 „Windstärke 17“ von Caroline Wahl

ISBN: 978-3-8321-6841-4 / Verlag: Dumont / Seitenanzahl: 256

 

Wie wird ein Leben weitergehen, wenn eine bedrückende Konstante plötzlich fort ist?

 

Nach dem Buch „22 Bahnen“ von Caroline Wahl war ich sehr auf die Fortsetzung gespannt. Wer dieses Buch bisher noch nicht gelesen hat, hier könnte es ein paar kleine Spoiler geben ;-)

 

Im Buch treffen wir auf die mittlerweile junge Erwachsene Ida wieder, auf der dieses Mal der Fokus liegt. Wir erfahren recht früh, dass Tilda wirklich fortgegangen ist und Ida die letzten Jahre mit ihrer alkoholkranken Mutter allein war. 

 


Nach einem Fund voller Trauer hält es Ida nicht mehr aus, kündigt die Wohnung und steigt einfach in einen Zug. Allerdings möchte sie nicht zu ihrer Schwester, Ida ist noch mehr in sich zurückgezogen als das kleine Mädchen, welches wir zuvor kennenlernen durften. 

 

Durch Schicksal landet Ida auf Rügen und findet dort Menschen und eine Unterkunft, welche sie nach und nach aus ihrem Schneckenhaus locken und auch ihr Verhältnis zu ihrer Schwester könnte sich ändern. 

 

Allerdings findet das Leben, dass Ida es nicht schon schwer genug hat und das Kartenhaus beginnt zusammenzubrechen. 

 

Die Frage ist nur, wie wird Ida es verhindern selbst zusammen zu brechen? 

 

Nach der ungewöhnlichen Schreibweise der Autorin war ich gespannt, wie die Geschichte um die Schwestern weiter gehen wird. Eine etwas düstere Geschichte, mit viel Trauer und Leid kann auch positive Seiten haben und dies spiegelt dieses Buch ebenfalls wider. Ida genauer kennenzulernen war einfach spannend und man litt auch etwas mit ihr. 

 

Zudem hat die Autorin es erneut geschafft mich wieder in den Bann der Nebencharakter zu ziehen. Es entsteht eine lebhafte Welt vor dem inneren Auge und auch die Personen konnte ich förmlich sehen und die Luft der See riechen. 

 

Es hat mir wirklich Freude bereitet die Reise mit Ida zu starten und auch zu erfahren, wie es mit Tilda und Viktor weiter ging. 

 

Eine Geschichte, die man eventuell nicht erwartet hätte, aber dennoch genau richtig lag. Ich würde fast sagen, dass mir Band 2 noch besser gefallen hat als Band 1.  

 

Einfach mal etwas komplett anderes und mehr Tiefgang als erwartet! 

 

Mein Fazit: 5 von 5 möglichen 💜💜💜💜💜

Freitag, 14. Juni 2024

Rezension - Das Reich der Verdammten

 “Das Reich der Verdammten - A Tale of Pain and Hope” von Jay Kristoff
ISBN: 978-3-596-70042-4 / Verlag: Fischer Tor / Seitenanzahl: 1.008
 
Wenn die Sonne nicht mehr scheint und die letzte Hoffnung verloren scheint…. 
 
Auch im zweiten Teil begeben wir uns wieder in Gefangenschaft mit dem Löwen Gabriel de León und erfahren, wie seine Reise mit dem Gral weiter ging. Die zusammengewürfelte und für seiner Zeit ziemlich ungewöhnliche Reisegruppe ist zerschlagen und plötzlich sollen Gabriel und Dion sich auf das Monster verlassen, welches zuvor einmal seine Schwester war. 
 
Zu Dritt versuchen sie nun Antworten zu finden, allerdings wird die Reise nicht weniger gefährlich, sondern spitzt sich immer weiter zu. Nach einem herben Rückschlag werden Gabriel und Dion plötzlich getrennt und die Hoffnung scheint komplett zu schwinden.  Eine alte Bekannte scheint jedoch dafür zu sorgen, dass das Blatt sich nochmal wendet und doch ist die große Frage am Ende, ob die Hoffnungslosigkeit besiegt werden kann. 
 

Eine Rezension eines zweiten Teils zu schreiben, finde ich immer sehr schwierig, man möchte nicht zu viel spoilern und es ist noch so viel offen, denn ein Ende ist noch nicht in Sicht. Bei dem ersten Teil musste ich mich anfangs sehr an den vulgären Schreibstil und die brutalen Szenen gewöhnen, hier wusste ich jetzt jedoch was mich erwarten würde. Dennoch ist es immer mal wieder sehr überraschend… :-D
 
Einige Passagen waren für mich eventuell wieder etwas zu lang, aber der Autor hat ein beachtliches Talent dafür, den Leser nicht von der Angel zu lassen. Es werden immer wieder Wendungen und kleine Spitzen eingebaut, dass den Leser oder vielmehr mich verblüfft und an die Geschichte fesselt. Zudem ist es sehr interessant die Geschichte plötzlich noch aus einer anderen Sichtweise zu hören, aus welcher verrate ich natürlich nicht.
 
Das noch irgendein Lebewesen in dieser erschaffenen Welt Hoffnung empfinden kann scheint unmöglich und doch ist dies durch ein Mädchen gelungen und ich habe bis jetzt wirklich keine Ahnung, in welche Richtung sich diese Geschichte noch entwickeln mag. 
 
Eine düstere, nicht zimperliche Welt, die viele Überraschungen für uns bereithält. Anders könnte ich diese Geschichte im Grunde ihres Herzens nicht beschreiben.
 
Bücher über 1.000 Seiten mögen für viele Abschreckend sein und bei diesem Buch sollte man sich auch Zeit nehmen, aber es lohnt sich dennoch. Die Geschichte ist einfach faszinierend und selbst wenn man das Buch für ein paar Tage zur Seite legen mag, der Autor hat es geschafft, dass man immer wieder super in das Buch einsteigen mag. 
 
Mein Fazit: 3,5 von 5 möglichen 💜💜💜💜

Mittwoch, 12. Juni 2024

Rezension - 22 Bahnen

 „22 Bahnen“ von Caroline Wahl

ISBN: 9783832182786 / Verlag: DUMONT / Seitenanzahl: 208

 

Wenn dein Leben nach einem festen Muster laufen muss, traust du dich es zu ändern?

 

Im Buch „22 Bahnen“ von Caroline Wahl lernen wir Tilda und Ida kennen. Tilda sollte sich eigentlich voll und ganz auf ihr Studium und ihre Zukunft konzentrieren können, doch ihr Leben ist strikt durchgeplant. Studieren, arbeiten gehen, schwimmen und sich um ihre Schwester Ida kümmern. Leider immer öfter auch um ihre alkoholabhängige Mutter. Eigentlich ist ihr Studium bald vorbei und sie sollte sich darauf freuen, allerdings was soll aus Ida werden?

 


Ihr durchgeplantes Leben kommt etwas durcheinander, als ihr eine Promotionsstelle in Berlin angeboten wird und der Bruder eines ehemaligen Schulfreundes wieder auftaucht. Tilda möchte so gerne von einer Zukunft in einer fremden Stadt träumen, so wie all ihre Freunde….

 

Ihre kleine Schwester ist nun auch etwas älter, doch als sich scheinbar alles zum positiven Wenden könnte, geht alle schief und Tilda´s Plan rückt in weite Ferne.

 

Wird sie jemals aus diesem Wirbel von Gefühlen und Sorgen herauskommen?

 

Vor nicht all zu langer Zeit war das Buch „22 Bahnen“ in aller Munde und es hat mich die ganze Zeit nicht ganz losgelassen. Durch einige Besprechungen und Rezensionen wurde ich immer neugieriger und bin wirklich froh, dass ich es jetzt gelesen habe.

 

Der Schreibstil ist etwas völlig anderes, als der Leser es sonst von anderen Autoren gewohnt sein mag, aber gerade das fand ich interessant und anfangs ein klein wenig gewöhnungsbedürftig. Nichts desto trotz war ich von Anfang an fasziniert und das Buch zog mich immer mehr in seinen Bann.

 

Man spürt die Gewitterwolke förmlich, welche über Tilda die ganze Zeit zu schweben scheint. Wir fühlen mit ihr und sind innerlich ebenso zerrissen wie sie, was ihre Zukunft angeht.

 

Als Viktor, der Bruder eines Schulfreundes auftaucht wird es etwas komplizierter und geheimnisvoller. Das Tilda und Viktor noch etwas ganz anderes verbindet wird erst nach und nach klar.

 

Mittendrin ist die kleine Ida, Tilda´s Schwester. Gerade die Grundschule beendet, sich isolierend und doch schon viel zu Reif für ihr Alter. Nicht nur das Herz von Tilda litt wegen ihrer Schwester, auch meines.

 

Das Buch beschönigt nichts und regt zum nachdenken an, ich mochte es wirklich sehr!

 

Einige Passagen waren vielleicht etwas länger als nötig, das Ende dann jedoch recht plötzlich. Zudem hätte ich einen Charakter lieber etwas genauer kennengelernt, wobei es andererseits mehr Spielraum für die eigenen Gedanken gab.

 

Ich werde mir definitiv die Fortsetzung „Windstärke 17“ noch holen.

 

Mein Fazit: 4 von 5 möglichen 💜💜💜💜