Sonntag, 5. Januar 2025

Rezension - Für immer dein Feind

 „Für immer dein Feind“ von Olivie Blake
ISBN: 978-3-596-72024-8 / Verlag: Fischer Tor / Seitenanzahl: 464 
 
Wenn Romeo und Julia magisch gewesen wären… 
 
Im Buch „Für immer dein Feind“ lernen wir zwei Familien kennen, welche sich eigentlich nicht unähnlich sind. Auf der einen Seiten ist die Familie Antonova mit ihren vielen Töchtern und einem florierenden Geschäft und auf der anderen Seite die Söhne der Familie Fedorov mit einem nicht ganz so gut laufenden Business. 
 
Mittendrin finden sich die jeweils jüngsten nicht einer Familien-Fehde, die eigentlich nicht die ihre ist. 
 
Die junge Sasha möchte eigentlich nur studieren und die Möglichkeit haben ein normales Leben zu führen, das Drogengeschäft ihrer Familie ist allerdings nicht gerade förderlich. Auf der anderen Seite finden wir Lev, den jüngsten der drei Brüder. Er scheint immer zum richtigen Moment am richtigen Ort zu sein, allerdings gefallen ihm diese Orte oft nicht. 
 

Durch Zufall treffen ausgerechnet diese beiden aufeinander und verspüren sofort eine Verbindung, ohne zu wissen, wer sie eigentlich sind. Beide sind mehr als überrascht, dass ausgerechnet sie sich zueinander hingezogen fühlen. 
 
Sie hoffen sich ein wenig Zeit stehlen zu können, doch als der lang bestehende Frieden der Familien bricht, bricht auch etwas zwischen ihnen. 
 
Sasha und Lev müssen herausfinden, auf welcher Seite sie stehen und was sie bereit sind zu geben. 
 
Und plötzlich spielt nicht nur ein tragisches Paar die Rolle in dieser Geschichte… 
 
Jeder kennt die Geschichte von Romeo und Julia und hier finden sie etwas gewürzt mit Drogen und Magie. Ich war gespannt auf diese Geschichte und wurde nicht nur überrascht, sondern auch überzeugt. 
 
Die ersponnene Welt um New York, welche sich in Magie und Drogen verstrickt ist wirklich hervorragend gelungen. Wenn Hexen nicht ausgezeichnete Drogen herstellen können, wer dann? 
 
Zudem ist die Magie nicht zu aufdringlich, sie fügt sich vollkommen natürlich in die Welt von Sasha und Lev ein. 
 
Die Familien-Fehde entstand aus verletztem Stolz und mehrere Generationen leiden darunter. Hier spricht die Autorin somit ein Problem an, welches schon oft in der Geschichte die Grundlage für allen Übels war. 
 
Ich war jedoch überrascht, dass es mehr als eine tragische Liebe in diesem Buch gab und wie gut diese miteinander verwoben wurden. 
 
Anfangs war ich etwas mit den verschiedenen Charakteren überfordert, aber nach und nach wusste ich als Leser, wer jetzt wer ist. 
 
Eifersucht, verletzter Stolz, Liebe…
 
Es ging nicht nur um die Gefühle der Liebenden, sondern Verletzlichkeit findet sich in jeder Art der Beziehung. 
 
Nachdem die Atlas-Chroniken mich nicht ganz überzeugen konnten, so hat mich Olivie Blake mit „Für immer mein Feind“ vollkommen umgehauen. 
 
Eine großartige Geschichte! 
 
Mein Fazit: 5 von 5 möglichen 💜💜💜💜💜

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